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  1. Tipps zum Thema "Heizen"
  2. Tipps zum Thema "Strom"
  3. Tipps zum Thema "Konsum"
  4. Tipps zum Thema "Mobilität"


1. Tipps zum Thema "Heizen"

  1. Wärmedämmung:

    Wenn Sie Hausbesitzer sind, können Sie mit Maßnahmen zur Wärmedämmung den größten persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten – sieht man einmal von der Vermeidung von Flugreisen ab. In vielen Altbauten lässt sich der Verbrauch von Öl oder Gas um bis zu 70 Prozent reduzieren. Bei den Altbau-Komplettsanierungsprojekten der Bremer Energie-Konsens konnten durchschnittlich Sparpotentiale in Höhe von 40 kg CO2 pro Quadratmeter erreicht werden.

    Ihre Belohnung: Dank umfangreicher Förderprogramme und zinsgünstiger Kredite ist eine Sanierung nicht nur bezahlbar, sondern macht sich auf lange Sicht sogar bezahlt – nach 5 bis 10 Jahren sparen Sie meist richtig viel Geld. Zudem verbessern Sie mit einer Modernisierung umgehend Ihr Wohnklima – weniger Heizen bedeutet schließlich auch weniger trockene Luft.

    • Einen Schritt-für-Schritt Leitfaden mit übersichtlichen Informationen zur Beratung und Förderung sowie konkreten Fallbeispielen finden Sie auf der Website Bremer Modernisieren


  2. Neubau:

    Wenn Sie bauen möchten, macht sich ein hoher Energiestandard für das Klima und für den Geldbeutel natürlich ebenso bezahlt. Die Bremer Energie-Konsens fördert in diesem Bereich Pilot- und Demonstrations-Neubauten, die dem Funktionsnachweis, der Kostensenkung und der Einschätzung der Marktreife neuer Techniken dienen.

    • Die Erfahrungen daraus können Sie hier einsehen.


  3. Heizkessel erneuern:

    Alte Heizungsanlagen sind oft überdimensioniert und nutzen die im Brennstoff erhaltene Energie nicht optimal aus. Durch eine Erneuerung kann der Nutzungsgrad um über 25 Prozent verbessert und entsprechend viel Energie gespart werden.

    • Wenn der Kessel älter als 15 Jahre ist, sollte er sehr genau auf seinen Zustand überprüft werden. Bei über 20 Jahre alten Kesseln kann eine Erneuerung pauschal empfohlen werden. Das Baujahr steht auf dem Typenschild oder dem Schornsteinfegerprotokoll.


    • Weiterführende Informationen finden Sie hier.


  4. Tipps für Mieter

    Falls Sie zur Miete in einer Wohnung wohnen, können Sie mit dem bundesweiten Heizspiegel schnell und einfach überprüfen, wie hoch Ihre Heizkosten im Vergleich zum Durchschnitt ausfallen. Die aufgeführten Ansprechpartner helfen mit Energiespartipps zur Optimierung des Heizverhaltens, zum Wärmeschutz für das Haus oder zur Überprüfung der Heizanlage. Bevor Sie einen Mietvertrag abschließen sollten Sie sich auf jeden Fall den Energieausweis zeigen lassen. Er bewertet die energetische Qualität von Gebäuden und liefert wichtige Hinweise, wie bei einem Gebäude dauerhaft Energie und Heizkosten gespart werden können.

    Falls eine Modernisierung in Frage kommt, zögern Sie nicht, Ihren Vermieter darauf aufmerksam zu machen. Mieter und Vermieter sollten beim Energiesparen Partner sein, denn alle Seiten profitieren davon. Der Vermieter durch Werterhalt und Wertsteigerung der Gebäude, der Mieter durch langfristige Senkung der Heizkosten – und das Klima durch verringerte CO2-Emissionen.



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2. Tipps zum Thema "Strom"

  1. Ökostrom:

    Ökostrom bezeichnet das Angebot eines Energieversorgers, durch einen Aufpreis den vom Kunden bezogenen Strom vollständig aus umweltfreundlichen Quellen herzustellen. Mit dem Wechsel unterstützt der Verbraucher somit den Umstieg von fossilen Großkraftwerken auf erneuerbare Energien oder zumindest wesentlich effizientere Kraftwerke.

    Denn neben Windkraft, Biomasse, Solarenergie und Geothermie können die Quellen des ‚sauberen Stroms’ auch große Wasserkraftwerke sowie Kraft-Wärme-gekoppelte Blockkraftwerke oder Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke sein. Der jeweilige Energiemix und damit die CO2-Ersparnis ist von Versorger zu Versorger unterschiedlich, zudem investiert nicht jeder Ökostrom-Anbieter in gleichem Maße in neue Anlagen.

    Es sollte deswegen auf eine Zertifizierung nach dem Grüner Strom-Label oder dem Label ok-power geachtet werden.

    • Anbieter wie verivox oder Projekt 21+ bieten Ihnen nach Eingabe Ihres bisherigen Stromverbrauchs einen schnellen Überblick der in Ihrer Region verfügbaren Ökostrom-Anbieter.

  2. Ökostrom-Angebot der swb:

    Um den Stromanteil aus umweltfreundlichen Stromerzeugungsanlagen zu verbessern, bietet die swb in Kooperation mit dem BUND Bremen den proNatur-Strom an. Der Aufpreis von etwa 2,5 Cent pro Kilowattstunde geht zu 100 Prozent in den Zubau neuer Anlagen in Bremen und Umgebung.Mit der Unterstützung von swb Strom proNatur sind seit 1999 zwölf neue Anlagen in Bremen, Bremerhaven und umzu errichtet worden. Unter anderem wurden bisher folgende Projekte realisiert:
    • Windkraftanlage Wasserhorst (Blockland)
    • Windpark Weserwind
    • Solarstromanlage Kulturzentrum Schlachthof
    • Solarstromanlage auf der Radstation am Bahnhof
  3. Ökostrom ist nur die zweit-umweltfreundlichste Energie:

    Auch wenn Sie bereits Ökostrom beziehen, ist eine Energieart noch umweltfreundlicher: Die eingesparte Energie. Denn nur wenn in Deutschland der Trend zu immer höherem Stromverbrauch gestoppt wird, können die erneuerbaren Energien die Lücke füllen, die durch das Abschalten der Kernkraftwerke entsteht.

  4. Haushaltsgeräte:

    Haushaltsgeräte machen nach Heizen und Warmwasser den drittgrößten Posten beim CO2-Ausstoß eines Haushaltes aus. Im Klimaretter-Check haben wir Ihnen bereits einige Maßnahmen genannt, wie Sie durch umsichtige Nutzung Ihrer Geräte viel Energie einsparen können. Weitere Tipps zur rationellen Nutzung finden Sie hier.

    Wenn Sie den Klimaschutz in Ihrem Haushalt ‚zementieren’ wollen, ist es darüber hinaus sehr wichtig, bei der Neuanschaffung von Haushaltsgeräten auf den Energieverbrauch zu achten.

    • Mit dem Stromcheck der Initiative Energieeffizienz kommen Sie Energiefressern in Ihrem Haushalt auf die Spur und ermitteln Einsparpotentiale.
    • Wenn Sie vor der Neuanschaffung eines Haushaltsgerätes stehen, ist die Seite ecotopten des Freiburger Öko-Instituts sehr empfehlenswert. Sie zeigt Ihnen nicht nur die umweltfreundlichsten Elektrogeräte in vielen Kategorien, sondern vergleicht auch die jährlichen Gesamtkosten der unterschiedlichen Produkte. So zeigt sich auf einen Blick, was der günstigere Anschaffungspreis eines weniger effizienten Gerätes tatsächlich an Folgekosten nach sich zieht.

  5. Beleuchtung:

    Im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen wandeln Energiesparlampen (ESL) fünfmal mehr Strom in Licht um als herkömmliche Glühbirnen. Zudem halten Sie rund 10-mal länger. Ihre Anschaffung lohnt sich überall dort, wo das Licht länger als 30 Minuten am Tag brennt. Bei häufigem Ein- und Ausschalten sollten Sie darauf achten, dass eine Vorschaltfunktion vorhanden ist.

    Besonders große Stromfresser sind Halogen-Deckenfluter. Ein einziger 300-Watt-Deckenfluter erzeugt bei einer durchschnittlichen Leuchtdauer von 5 Stunden pro Tag im Jahr rund 470 kg CO2 (konventionellen Bremer Strommix) und belastet Ihre Haushaltskasse mit 104 Euro (19 Cent pro kWh).

    • Als Alternative gibt es inzwischen Standleuchten mit leuchtstarken Energiesparlampen, die über den Lichtschalter in vier Stufen gedimmt werden können. Sie sparen gegenüber unserem Beispiel 90 Prozent der Energiekosten.

    • Dass die Kinderkrankheiten vieler Energiesparlampen inzwischen behoben sind, bestätigte Stiftung Warentest in einem großen Vergleichstest im Dezember letzten Jahres. Über die Hälfte der getesteten Produkte schnitt hier mit ‚gut’ ab.


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3. Tipps zum Thema "Konsum"

  1. Regionale Lebensmittel:

    Die Verbraucherzentrale Bremen empfiehlt eine abwechslungsreiche Ernährung mit mehr Obst und Gemüse – aus der Region und der Saison entsprechend. Was nicht weit transportiert werden musste und vor Ort ausreifen konnte, schmeckt besser, hat mehr gesunde Inhaltsstoffe und ist weniger umweltbelastend. Außerdem stärkt regional Produziertes auch die regionale Wirtschaftskraft und erhält Kulturlandschaften vor der Haustür.

    Erst recht gilt dies für regionale Lebensmittel aus dem Bio-Anbau. Die Bio-Landwirtschaft braucht im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft nur ein Drittel der fossilen Energie, vor allem weil auf energieintensive chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet wird. Deshalb schonen Bio-Lebensmittel nicht nur das Klima, sie enthalten auch erheblich weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln. Außerdem speichert der Bio-Anbau mehr Humus und Kohlenstoff im Boden.

    • Eine Liste von Hofläden, Bio- und Naturkostläden und Wochenmärkten, die regionale und ökologisch erzeugte Lebensmitteln anbieten, finden Sie hier.


    • Darüber hinaus bietet das Bioland-Hofrestaurant in Syke einen Lieferservice von Bio-Lebensmitteln, bei dem die Produkte direkt an die Haustür geliefert werden.


  2. Fleischkonsum:

    Fleisch ist gesund, aber weniger Fleisch ist gesünder – für uns und für das Klima! Die Produktion von Fleisch ist besonders energieintensiv und klimabelastend, da – je nach Fleischart – 7 bis 12 pflanzliche Kalorien notwendig sind, um eine tierische Kalorie zu erzeugen. Bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch werden 6,5 kg CO2 freigesetzt. Ein kg Obst verursacht dagegen nur 0,5 kg CO2, Gemüse sogar nur 150 g CO2. Also lieber unter der Woche weniger Fleisch und dafür guten Gewissens den Sonntagsbraten genießen – was noch leichter fällt, wenn er aus artgerechter Produktionsweise stammt.
    (Quelle: Verbraucherzentrale Bremen)


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4. Tipps zum Thema "Mobilität"

  1. Fahrverhalten ändern:

    Ein Auto macht ganz schön bequem. Doch es lohnt sich, kurze Strecken per pedes, mit dem Rad oder mit den öffentlichen Verkehrmitteln zurück zu legen. Das ist gut für Klima, Gesundheit und Geldbeutel. Denn ein Pkw verbraucht direkt nach dem Start viermal und nach einem Kilometer immer noch doppelt so viel Sprit wie im Normalbetrieb. Erst nach vier Kilometer hat der Motor den optimalen Verbrauch erreicht.

    Dass ein Fahrtraining für effizientes Autofahren sich wirklich lohnt, haben im Frühjahr 2005 rund 100 Bremerinnen und Bremer selbst erlebt. Nachdem die Teilnehmer in einem Eco-Fahrtraining folgende Tipps einübten, konnte jeder Fahrer bei einer durchschnittlichen Jahreskilometerleistung von 23.000 km im Schnitt etwa 290 kg CO2 und 270 Euro an Benzinkosten im Jahr sparen.

    Ein derzeit diskutiertes generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen wäre eine wichtige Maßnahme mit Signalwirkung. Wichtiger noch als die unmittelbare Klimawirkung, die vom B.U.N.D. auf 3 Millionen Tonnen CO2 weniger im Jahr geschätzt wird, würde sie auch zu einer veränderten Modellpolitik hin zu Sprit sparender Technik führen.


  2. Neukauf:

    Diese Veränderung können Sie jedoch auch selbst beeinflussen. Wenn Sie den Neukauf eines Autos planen und die Klimafreundlichkeit eine Rolle spielen soll, helfen Ihnen folgende Tipps weiter.


  3. Umsteigen:

    Wer sich vom Auto verabschiedet und auf die öffentlichen Verkehrmittel wie Busse und Bahnen umsteigt, erspart dem Klima 75 Prozent der CO2-Emissionen, die bei einer Reise mit dem Auto anfallen würden. In Zahlen heißt das: 15.000 Kilometer mit Bussen und Bahnen statt mit dem Auto bedeuten rund 1.800 kg CO2 weniger im Jahr. Je nach Strecke und Auslastung kann das Einsparpotential natürlich variieren. Einen exakten Vergleich der CO2-Bilanz von Auto, Bahn und Flugzeug für jede beliebige Bahnverbindung innerhalb Deutschlands finden Sie hier.

    Umsteigen macht sich auch finanziell bezahlt – vor allem für Berufspendler. Mit der JahresCard sparen Sie mit diesem Angebot durchschnittlich 45% der Kosten im Vergleich zum Auto. Berücksichtigt wurden dabei nur die reinen Betriebskosten, also der Sprit und Öl-Verbrauch sowie durchschnittliche Kosten für Reparaturen, Reifenverschleiß und Wagenpflege.

    Steuern, Versicherungen und Wertverlust noch nicht eingerechnet. Wer sich diese Kosten ebenfalls ersparen möchte – sprich: sich von seinem Auto verabschieden möchte – ohne ganz auf das Auto verzichten zu müssen, findet mit Cambio CarSharing eine ökologisch sinnvolle Alternative.


  4. Klimafreundlich in den Urlaub:

    Reisen bildet. Andere Kulturen kennen lernen erweitert den Horizont. Das ist unbestritten. Unbestritten ist allerdings auch, dass die ungerechte steuerliche Bevorzugung und das damit einhergehende rasante Wachstum des Flugverkehrs die größte Bedrohung für das Weltklima darstellt.

    Zwar ist der Flugverkehr bislang nur für rund 3,5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich, die tatsächliche Klimawirksamkeit liegt jedoch um den Faktor 2 bis 4 höher. Denn Flugzeuge stoßen zusätzlich zum CO2 Wasserdampf und Stickoxide aus, die das Klima beeinflussen. Zieht man zudem in Betracht, dass der Flugverkehr nach Prognosen des IPCC sich alle 10 bis 15 Jahre verdoppeln wird, bis 2050 die weltweiten Emissionen jedoch halbiert werden müssen, dann wird schnell klar, dass ein ungebremst weiter wachsender Flugverkehr und ernsthafter Klimaschutz nicht miteinander vereint werden können.

    Auf Ihren Urlaub verzichten müssen Sie deswegen nicht. Es gibt auch eine Form von Tourismus, die langfristig ökologisch tragbar, wirtschaftlich machbar sowie ethisch und sozial gerecht für ortsansässige Gemeinschaften ist. Die Reiseveranstalter, die solch einen nachhaltigen oder sanften Tourismus anbieten, sind in dem forum anders reisen zusammen geschlossen.

    Wenn Sie eine Flugreise zudem gar nicht vermeiden können, bietet Ihnen atmosfair (www.atmosfair.de) die Möglichkeit, den durch Ihre Flugreise entstandenen Klimaschaden an anderer Stelle auszugleichen. Es sollte jedoch jedem klar sein, dass dies nur die zweitbeste Lösung ist – besser ist es immer, gar nicht erst zu fliegen.


  5. Alternativen für Geschäftsreisen:

    Die Globalisierung bringt es mit sich, dass immer mehr Firmen international agieren. Doch auch jede Geschäftsreise, die mit dem Flugzeug getätigt wird, trägt zur Erderwärmung bei. Für viele Dienstleistungsunternehmen sind die Flugreisen deshalb der größte Posten in der CO2-Bilanz.

    Da, wo es Sinn macht, etwa bei regelmäßig wiederkehrenden Meetings mit bereits bekannten Geschäftspartnern, bietet sich mit dem Web-Conferencing eine kostensparende und klimaschonende Alternative zur Reise. Auch die Anreise mit dem Nachtzug kann eine umweltfreundliche Alternative sein.

    Um Firmen eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, ob und wann es sinnvoll ist, auf die Bahn oder Videokonferenzen umzustellen, hat der Unternehmensverband European Business Council for Sustainable Energy (E5) gemeinsam mit Germanwatch die Initiative „Clean Business Travel“ gestartet. Geben Sie einfach Konferenzdauer, Stundensätze, Entfernung zum Konferenzort, Häufigkeit etc. ein, und ein Online-Tool bietet Ihnen einen übersichtlichen Kosten-Nutzen-Vergleich.


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